Aktuelles

Familiär / WENN ICH BUNDESKANZLERIN WÄRE / Samstag, 23. März, 11 Uhr

Liebe Freund*innen,
die Singreihe „Familiär!“ geht weiter!

Das nächste Konzert findet am kommenden Samstag, den 23. März statt.
Beginn 11 Uhr, Eintritt ist frei. Adresse: UdK, Probensaal, Bundesallee 1-12, 10719 Berlin.

Familiär – Offene Singen für Familien
Mit Texten und Zeichnungen von Isana Shahinas

Gast-Ensemble: Mädchenchor II der Sing-Akademie zu Berlin

Familiär!

In Kooperation mit dem Staats- und Domchor Berlin und der Neuen Nachbarschaft/Moabit findet eine Reihe von Mitsingkonzerten in der Universität der Künste Berlin statt. Bei diesen Konzerten stellen die jungen Autorinnen und Autoren der Neuen Nachbarschaft/Maobit ihre Bücher vor.
Die Jungen und Mädchen des Staats- und Domchors und der Sing-Akademie studieren dazu in einem Kurzkonzert passende Lieder ein aus den Herkunftsländern der Autorinnen und Autoren sowie thematisch passende deutsche Volkslieder und Gesänge, aber auch Neukompositionen.

Das Projekt findet statt in Zusammenarbeit mit der Aktion KulturAllianzen

MMC / Yassin al-Haj Saleh / Kritik am Konzept der Solidarität / Vortrag / 27. März

Moabit Mountain College

Mittwoch, 27.03.2019, 20 Uhr.
Beusselstrasse 26, 10553 berlin
Eintritt frei.

Yassin al-Haj Saleh / Kritik am Konzept der Solidarität / Vortrag mit Diskussion.

Yassin al-Haj Saleh ist ein syrischer Schriftsteller, linker Intellektueller und ehemaliger politischer Gefangener. Er zählt zu der wichtigsten Stimmen der syrischen Revolution. Sein Buch „The Impossible Revolution: Making Sense of the Syrian Tragedy“ erschien auf Englisch im Jahr 2017. Im März ist er zum ersten Mal im Moabit Mountain College zu Gast und hält einen Vortrag zum Begriff der „Solidarität“.

Yassin al-Haj Saleh kritisiert in seinem Vortrag das Konzept der Solidarität auf der Grundlage seiner persönlichen und allgemeinen Erfahrungen während der letzten acht Jahre, in der syrischen Revolution und in den darauf folgenden Konfliktsituationen. Seiner Ansicht nach steht das Konzept der Solidarität für eine vertikale Beziehung, die immer mit Machtverhältnissen zusammenhängt. Es existiert ein Markt der Solidaritäten, der darauf abzielt, die unterstützten Themen zu reduzieren und sie in einen sich gegenseitig ausschließenden Wettbewerb zu stellen. An die Stelle des Konzepts der Solidarität soll daher das Konzept der Partnerschaft treten, das Al-Haj Saleh als horizontal, offen, dezentral, gleichberechtigt und frei von Machtverhältnissen definiert.

Yassin al-Haj Saleh

نقد التضامن

ينتقد ياسين الحاج صالح مفهوم التضامن مستنداً إلى تجارب شخصية وخبرات عامة على صلة بالثورة السورية والصراع السوري طوال ثماني سنوات. وهو يرى أن التضامن علاقة عمودية، ليست مبرأة من القوة، وأن هناك سوقاً للتضامن يميل إلى تقليل القضايا التي تحظى بالدعم، وإلى وضعها في تنافس استبعادي مع بعضها. يقترح الكاتب السوري بدلاً من التضامن مفهوم الشراكة التي يراها علاقة أفقية، مفتوحة، لا مركزية، قائمة لعى المساواة ومتحررة من علاقات القوة.

A Critique of the Concept of Solidarity
Lecture by Yassin al-Haj Saleh

In his lecture, Yassin al-Haj Saleh criticizes the concept of solidarity on the basis of personal and general experiences over the last eight years in the Syrian Revolution and the conflicts that followed. In his view, the concept of solidarity describes a vertical relationship that is inseparably connected with power relations. There exists a market of solidarity that aims at reducing the issues supported and placing them in mutually exclusive competition with one another. Instead of the concept of solidarity, the Syrian writer proposes the concept of partnership, which he defines in a horizontal, open, decentralized, and equitable way, free from power relations.

 

 

 

Mit freundlicher Unterstützung der Foundation for Arts Initiatives

Between Bridges Foundation

Familiär / DAS SCHWEIN, DAS OSTEREIER LEGEN KONNTE / Samstag, 16. März, 11 Uhr

Liebe Freund*innen,
die Singreihe „Familiär!“ geht weiter!

Das nächste Konzert findet am kommenden Samstag, den 16. März statt.
Beginn 11 Uhr, Eintritt ist frei. Adresse: UdK, Probensaal, Bundesallee 1-12, 10719 Berlin.

DAS SCHWEIN, DAS OSTEREIER LEGEN KONNTE

Mit Texten und Zeichnungen von Amina Gisaeva

Gast-Ensemble: Chorschulen des Staats- und Domchors

Leitung: Gudrun Gierszal

 

 

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Das Schwein, das Ostereier legen konnte
Mit Texten und Zeichnungen von Aminat Gisaeva
Deutsch/Tschetschenisch
Erschienen: März 2019

 

 

Familiär!

In Kooperation mit dem Staats- und Domchor Berlin und der Neuen Nachbarschaft/Moabit findet eine Reihe von Mitsingkonzerten in der Universität der Künste Berlin statt. Bei diesen Konzerten stellen die jungen Autorinnen und Autoren der Neuen Nachbarschaft/Maobit ihre Bücher vor.
Die Jungen und Mädchen des Staats- und Domchors und der Sing-Akademie studieren dazu in einem Kurzkonzert passende Lieder ein aus den Herkunftsländern der Autorinnen und Autoren sowie thematisch passende deutsche Volkslieder und Gesänge, aber auch Neukompositionen.

Das Projekt findet statt in Zusammenarbeit mit der Aktion KulturAllianzen

 

SCHACHTURNIER am Sonntag, 3. März / Schachfilmabend am Dienstag, 5. März

4. Moabiter Nachbarschafts-Schachturnier
Sonntag, 3. März
Geöffnet ab 10.00 Uhr (Frühstücksbuffet),

Turnierbeginn 13.00 Uhr (Anmeldung bis 12.45) Ende ca. 17.30 Uhr

Das Turnier ist für alle offen. Geplant sind 6-7 Runden Schnellschach mit 15 Minuten Bedenkzeit pro Spieler/in. Auch Kinder und Jugendliche sind willkommen.
Eine Voranmeldung ist nicht unbedingt nötig, wir freuen uns aber trotzdem darüber: schach.neuenachbarschaft@gmail.com

Film Screening SCHACHFIEBER
Dienstag, 5. März, 20.00 Uhr
Wir spannen einen weiten Bogen vom Beginn der sowjetischen Schachbegeisterung in den 20er Jahren über die Erfolge georgischer Schachspielerinnen in den 70ern zu einem blinden Schachspieler im Berlin der Gegenwart.
Und natürlich gibt es auch die Gelegenheit, selbst Schach zu spielen.

I

Schachfieber (Шахматная горячка), UdSSR 1925, 28 Min., russische Zwischentitel mit deutschen Untertiteln, Regie: Wsewolod Pudowkin.
Der Film spielt während des ersten großen internationalen Schachturniers in Moskau nach der Oktoberrevolution. Die Teilnehmer des Turniers sind im Film zu sehen, der damalige Weltmeister Raúl Capablanca tritt darüber hinaus in einer Nebenrolle auf.

II
Die Pause, Baadur Tsuladze, GE 1978, 20 min., Russisch mit deutschen Untertiteln

III

Der blinde Bauer, von Zarwan Osman, 2019, 8 Min.

Familiär / UNSERE MAUS KOMMT AUS MARZAHN / Samstag, 23. Februar, 11 Uhr

Liebe Freund*innen,
die wunderschöne Singreihe „Familiär!“ geht weiter!

Das erste Konzert in diesem Jahr findet am kommenden Samstag, den 23. Februar statt.
Beginn 11 Uhr, Eintritt ist frei. Adresse: UdK, Probensaal, Bundesallee 1-12, 10719 Berlin.

UNSERE MAUS KOMMT AUS MARZAHN

Mit Texten und Zeichnungen von Umar Gadziev und Abbas Al-Shafeay

Gast-Ensemble: Kurrende II  des Staats- und Domchors Berlin
Leitung: Kai-Uwe Jirka

Familiär!

In Kooperation mit dem Staats- und Domchor Berlin und der Neuen Nachbarschaft/Moabit findet eine Reihe von Mitsingkonzerten in der Universität der Künste Berlin statt. Bei diesen Konzerten stellen die jungen Autorinnen und Autoren der Neuen Nachbarschaft/Maobit ihre Bücher vor.
Die Jungen und Mädchen des Staats- und Domchors und der Sing-Akademie studieren dazu in einem Kurzkonzert passende Lieder ein aus den Herkunftsländern der Autorinnen und Autoren sowie thematisch passende deutsche Volkslieder und Gesänge, aber auch Neukompositionen.

Wer sabotiert, der spuckt dem Universum ins Gesicht! / MMC / 23. Februar / 19 Uhr

العربية بالأسفل
Hättest du mir zugehört, dann hätten wir zwei Kriege vermeiden 
können: Unseren Krieg, und den großen Krieg da draußen.“
„Was weiß ein Irrer wie Du vom Krieg?“
„Ich weiß alles über ihn. Weißt Du, warum unsere Nachbarschaft belagert wird? Weißt Du, warum der Krieg in diesem Land begonnen hat?“
„Warum?“
„Weil ich ihn angefangen habe.“
Das Kind lachte laut auf. Und ich lachte ein wenig mit, setzte dann aber mein künstlichstes Grinsen auf und sprach in sehr ernstem Tonfall weiter.“

 

Bild: Raguel Roumer

ICH BIN NICHT EUER HAMPELMANN – Am Eröffnungswochenende des Moabit Mountain College präsentieren wir den zweiten Band der arabisch-deutschen Buchedition Wiese / مرج !
In Kenan Khadajs „tragikomischer Wohnungsfantasia“ erklärt die Wohngemeinschaft von Angst, Hunger und Traurigkeit einer Klingelstreiche spielenden Kinderbande den Krieg. Aber wer steckt hinter diesen verdammten Gören vor der Tür? Und welcher Krieg findet da draußen wirklich statt?
Ein irrlichternder Text, der sich ebenso als dystopischer Science-Fiction über die syrische Gesellschaft, als Allegorie auf die kafkaeske Einsamkeit eines Einzelgängers und als virtuose Graphic Novel lesen lässt.
Der Autor Kenan Khadaj und das Kollektiv Wiese / مرج stellen das neue Buch auf arabisch und deutsch vor. Dazu zeigen wir die Zeichnungen von Raguel Roumer und spucken dem Universum auch musikalisch ins Gesicht: mit einer die Lesung begleitenden Jam-Session der WG Lübecker Straße („Zum goldenen Napf“).

Im Anschluss spielt „dzaijl“ ein Konzert: https://www.facebook.com/events/556398838207583/

Adresse: Beusselstrasse 26, 10553 Berlin
Eintritt frei

Moabit Mountain College is supported by:
Foundation for Arts Initiatives

Between Bridges Foundation

لو أنّكم استمعتم إلي لما حدث الذي حدث، لكنّا تجنبنا الحربين، حربنا الصغيرة وتلك الكبيرة.
– حرب؟ وما الذي يعرفه مجنونٌ مثلك عن الحرب؟
– أنا أعرفُ كلَّ شيءٍ عن الحرب، أتعرف لماذا حينا محاصر؟ أتعرف لماذا بدأت الحرب في هذه البلاد؟
– لماذا؟
– لأنني أنا بدأتها.
ضحك الطفلُ مطولاً، وضحكت معه قليلاً، قبل أن أزيل الابتسامة بتكشيرةٍ غاضبة وأتابع الحديث بجدية

لستُ لعبتكم اللعينة! في عطلة نهاية الإسبوع وتزامناً مع افتتاح جامعة „مؤابيت ماونتن كوليح“ سنقوم بتقديم الإصدار الثاني من الكتب العربية الألمانية لإصدارات فيزا.
في قصة كنان خداج -التي وصفها النقاد بالفانتازيا التراجو-كوميدية- يعيش شخص في سكنٍ مشترك مع الخوف الحزن والجوع وعصابةُ أطفالٍ لا تتوقف عن الطرق على الباب. ولكن من يدعمُ هذه العصابة اللعينة خلف الباب؟ وأيُّ حربٍ تلك التي تشتعلُ في الخارج؟
نص ساخر يُمكن قراءته كنص خيال علمي ديستوبي عن المجتمع السوري، وكرمزية كافكوية عن الوحدة في رواية مصورة.
ستقوم ورشة الكتابة فيزا والكاتب كنان خداج بتقديم الكتاب بالعربية والألمانية، بالإضافة إلى رسومات من الفنان راجيل رومر وسنبصق موسيقياً في وجه الكون: مع فرقة الجام في شارع لوبيكا شتراسة
(„Zum goldenen Napf“)
في النهاية ستسمر الفعالية مع فرقة:
Dzaijl
https://www.facebook.com/events/556398838207583/

 

„Damals, als ich ein Berhardiner war…“ / MMC / 20. Februar / 20 Uhr

Liebe Freund*innen,

wir freuen uns, die Eröffnung des MOABIT MOUNTAIN COLLEGE anzukündigen!
Unser Vorbild ist das berühmte Black Mountain College, welches in den 30er Jahren in North Carolina gegründet wurde und zu einer führenden Institution zur interdisziplinären Ausbildung auf der Basis von Kunst gewachsen ist. Viele der berühmten Professor*ienen des Black Mountain College waren Geflüchtete, die Europa in der Zeit des aufkommenden Naziregiems verlassen mussten.

Moabit Mountain College basiert auf der langjähriger Arbeit der Initiative „Neue Nachbarschaft/Maobit“. Wir sehen Kunst als Instrument des gesellschaftlichen und politischen Wandels. Durch das Programm des MMC wollen wir einen Wissenstransfer herstellen und unterschiedliche Wissensbereiche durch Kunst miteinander verbinden.

Das Programm wird aus der Initiative heraus wachsen und durch deren Mitglieder gestaltet. Wir freuen uns die ersten Veranstaltungen anzukündigen:

Mittwoch, 20. Februar, 20 Uhr
Eintritt frei

„Damals, als ich ein Berhardiner war…“
العربية بالأسفل
Oder: Wie der eigenen Herkunft entkommen?
Das Kollektiv Wiese / -مرج reagiert auf
Hannah Arendts Essay „Wir, Flüchtlinge“ (1943)

„Vor allem mögen wir es nicht,
wenn man uns Flüchtlinge nennt“ (Hannah Arendt)

Im Februar 2019 eröffnet in der Beusselstraße 26 das Moabit Mountain College – ein Experimentalraum für Kunst als soziale Praxis. Aus diesem Anlass hat das Kollektiv Wiese / مرج einen 1943 publizierten Aufsatz der in die USA emigrierten Philosophin Hannah Arendt neu gelesen, kommentiert und mit literarischen Reaktionen versehen. Wo zeigen sich Ähnlichkeiten, wo Differenzen zwischen den Exilanten der dreißiger Jahre und den heutigen Flüchtlingen, Staatenlosen, Entrechteten? Kann sich, wer als Flüchtling angegriffen wird, nur als ein solcher verteidigen? Kann und sollte man sich völlig neu erfinden, um der eigenen Herkunft zu entkommen? Warum setzt man bei der nächsten WG-Party dann doch lieber ein vielsagendes Grinsen auf, wenn man gefragt wird, wie es einem geht? Das Kollektiv Wiese /مرج wird den Text auf arabisch und deutsch vorstellen, von ihm abschweifen und die Frage beantworten, was es mit dem Bernhardiner auf sich hat, von dem Hannah Arendt berichtet…
Mit Beiträgen von Nauras Ali, Luisa Beck, Kenan Khadaj, Miriam Rainer u.a.
Beusselstrasse 26, 10553 Berlin, Eintritt frei

Mit freundlicher Unterstützung der Foundation for Arts Initiatives

Between Bridges Foundation

***

ذات مرّةٍ حين كنت القديس برنارد…
أو: كيف تهربُ من جذورك
ورشة الكتابة فيزا-مرج
بحث حنّا آرندت „نحن اللاجئين“
في المقام الأول نحن لا نحبُّ أن نسمى لاجئين „حنا آرندت“
في شهر شباط فبراير 2019 ستفتح جامعة „مؤابيت ماونتن كوليج“ أبوابها، والتي ستكون مساحة تجريبية للفن كشأن اجتماعي. لهذه المناسبة قامت ورشة الكتابة فيزا بدراسة وكتابة نصوص وتعليقات حول نص الفيلسوفة حنا آرندت „نحن اللاجئين“ والذي تم نشره عام 1943 في الولايات المتحدة الأمريكية إبان الحرب العالمية الثانية.
ما الاختلافات الحقيقية بين منفيي الثلاثينيات ولاجئي اليوم، عديمي الجنسية والمحرومين منها؟ وهل يستطيع من يتعرض للهجوم لأنه لاجئ أن يدافع عن نفسه فقط؟ وهل يمكن أو ينبغي على المرء أن يعيد اكتشاف نفسه أو حتى اختراعها بغرض الهرب من جذوره؟ ولماذا قد يفضل المرء أن يرتدي ابتسامة تفضح بالكثير عند السؤال عن أصوله في حفلةٍ أو مناسبةٍ اجتماعية؟ ستقوم ورشة الكتابة فيزا بتقديم النص بالعربية والألمانية والاستطراد عنه ومحاولة الإجابة على السؤال: من وما هو القديس برنارد الذي كتبت عنه حنا آرندت؟
مع مشاركات من: نورس علي، كنان خدّاج، لويزا بيك، ميريام راينر وآخرون.

***
WHEN I WAS A ST. BERNARD Or: How to escape your origins? The Moabit Mountain College presents Hannah Arendt’s Essay “We Refugees” (1943)

“In the first place, we don’t like to be called ‘refugees’” (Hannah Arendt).

In February, the Moabit Mountain College – an experimental space for art as social practice – opens its doors at Beusselstraße 26.

To mark the occasion, the Wiese / مرج collective has re-read an essay published in 1943 by philosopher Hannah Arendt, who emigrated to the USA, commented on the text and added literary responses. What are the similarities and differences between the exiles of the 1930s and today’s refugees, stateless persons, and disenfranchised people? Can someone who has been attacked as a refugee only defend themselves as such? Can and should one reinvent oneself in order to escape one’s origins, in order to forget? And why then, put on a telling grin at the next house party when asked how you’re doing?

The Wiese /مرج collective will present the text in Arabic and German, taking a detour to answer the question of what Hannah Arendt has to do with a St. Bernard …

With contributions by Luisa Beck (Washington Post), Kenan Khadaj (writer), Miriam Rainer (comparatist), Nauras Ali (writer) and others.

Arabisch A1 / Anmeldung

Liebe Freund*innen, am 15. Februar beginnt bei uns wieder Sprachkurs für Arabisch.

Kurs: Arabisch A1, jeden Freitag von 18.30 bis 20.00 Uhr.
Hocharabisch: Lesen und Schreiben plus Konversation Dialekt (Syrisch). Beginn 15. Februar, Kursdauer 8 Wochen.

Kosten: 50 € für den gesamten Kurs. Wer Interesse hat, melde sich bitte hier:

https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSf2nt0QxLAQjmg4tDJIlYPsUO2JtdkROxRqclvUx_d2IFiXdw/viewform

Wir freuen uns auf Euch!

Alle Kurse finden in den Räumen der Initiative „Neue Nachbarschaft/Moabit“ statt:
Beusselstrasse 26, 10553 Berlin.

Чевенгур / Tschewengur. Oder: Kein Requiem für Rosa / Dienstag, 22. Januar, 20 Uhr

„Ich hab früher gedacht, die Revolution wär’ eine Lokomotive, aber jetzt seh’ ich, das stimmt nicht.“

In Andrej Platonovs obsessivem Roman TSCHEWENGUR (1926) sucht Kopjonkin auf dem Rücken seines Pferdes „Proletarische Kraft“ vergeblich nach dem Grab der Revolutionärin Rosa Luxemburg, die genau vor hundert Jahren im Berliner Tiergarten ermordet wurde. Kopjonkin kommt in die utopische Stadt Tschewengur, wo bereits der Kommunismus herrschen soll. Aber nirgends ist ein Denkstein für Rosa zu finden. „Sascha … mach irgendwas auf der Welt, du siehst ja, die Menschen leben und gehen zugrunde. Wir brauchen doch nur ein kleines bisschen was.“

Eine arabisch-deutsch-russische Séance
In der Reihe WAS ICH SCHON IMMER MAL LESEN WOLLTE. WELTLITERATUR mit BREDEHÖFT & WIESE / مرج

Mit:
PFERD PROLETARISCHE KRAFT – SUSANNE BREDEHÖFT
ROSA LUXEMBURG / SONJA – MARGARITA BREITKREIZ
KOPJONKIN – MAXIMILIAN BRAUER
TSCHEPURNY – NAURAS ALI
CHOR – KOLLEKTIV WIESE / مرج
DRUSISCHES NATIONALTHEATER AS-SUWEIDA (INTENDANT: KENAN KHADAJ, GENERALMUSIKDIREKTOR: MEKDAM ALNABWANI)
TEXTEINRICHTUNG: CHRISTIAN FILIPS
Es wird gelesen und improvisiert zu Material aus:

– Чевенгур / TSCHEWENGUR! Ein Roman von Andrej Platonov (1926)
– SCHRIFTEN ZUR THEORIE DER SPONTANEITÄT von Rosa Luxemburg (1920)
– Счастье / GLÜCK! Ein Stummfilm von Alexander Medwedkin (1935)

Die Revolution ist ein Pferd mit Namen „Proletarische Kraft.“ „Grüß Dich, proletarische Kraft! Wir reiten zu Rosas Grab!“ Kopjonkin hoffte und glaubte, dass alle Dinge und Wege seines Lebens unweigerlich zu Rosa Luxemburgs Grab führten. Diese Hoffnung wärmte sein Herz und rief ihn zur Notwendigkeit tagtäglicher revolutionärer Heldentaten. Jeden Morgen befahl er dem Pferd, zu Rosas Grab zu sprengen, und das Pferd hatte sich an das Wort ROSA gewöhnt und ließ es als Aufbruchskommando gelten. Hörte es die Laute ROSA, dann bewegte es sogleich die Beine, egal, ob durch Sumpf, Dickicht oder tiefe Schneeklüfte.“

Dienstag (22.01.2019), 20 Uhr

Eintritt frei

Neue Nachbarschaft/Moabit, Beusselstrasse 26, 10553 Berlin

Beide Messies, Einmachen und Aufwecken 2019-2038 / Neujahrskonzertperformance / Freitag, 11. Januar, 20:30 Uhr

Beide Messies’ Neujahrskonzertperformance

Eimache un Uffwecke 2019-2038 (Einmachen und Aufwecken 2019-2038)

Beide aufwecken, sich ins neue Jahr aufmachen, Früchte einwecken, sich einmachen vor Freude – Beide Messies bringen alles mit und singen, tanzen, spielen Lieder, Bilder und Gefühle.

 

Freitag, 11. Januar, 20:30 Uhr

Eintritt frei

Adresse: Beusselstrasse 26, 10553 Berlin

 

photo: Anne-Sophie Malmberg