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Streik für eine menschenwürdige Unterbringung von Flüchtlingen in der Levetzowstraße (Moabit)

Am Samstag, dem 9.11., ruft die Freiwilligeninitiative „Neue Nachbarschaft“ zu einer Demonstration in der Levetzowstraße auf, die um 12:00 Uhr am Wikingerufer beginnt, und an der Ecke Jagowstraße endet. Pressevertreter sind eingeladen, Sie können uns über die Adresse neuenachbarschaft@gmail.com kontaktieren.

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Hintergrund

Die Freiwilligeninitiative „Neue Nachbarschaft“ zur Unterstützung der fast 300 Bewohner des Asylbewerberheims Levetzowstraße (Moabit) befindet sich ab Montag im Streik, von Seiten der privaten Betreiberfirma GIERSO GmbH wurde ein Kommunikationsverbot für die Heimleitung erlassen. Die Initiative fordert eine menschenwürdige Unterbringung von Flüchtlingen und die Einstellung von Schikanen gegenüber ehrenamtlichen Helfern.

Nachbarn und engagierten Helfer organisierten in den vergangenen Monaten ein lückenloses Betreuungsprogramm für die zahlreichen Kinder im Heim, sowie Sprachkurse, Sportkurse und Spendensammlungen. Als von der Initiative um die Beseitigung einiger grober Mängel im Heim gebeten wurde – so waren die Toiletten verschlossen, es existierten keine Gemeinschaftsräume, und es war für über 100 Kinder keine Kinderbetreuung vorhanden, wurde der Initiative die Arbeit im Heim unmöglich gemacht.

Zudem findet eine Überprüfung der Einhaltung von Mindeststandards, Verträgen und Personalschlüssel zwischen dem Land Berlin und privaten Heimbetreibern zur Zeit auf Grund von Personalmangel im Landesamt für Gesundheit und Soziales (LaGeSo) nicht statt, was zu einer „Wild-West-Situation“ im Markt für Notunterkünfte führt. Einer Situation, in der private Firmen sich auf Kosten von Flüchtlingen und Steuerzahlern bereichern können, während karitative Einrichtungen ausgebootet werden.