Aktuelles

Rückblick 2020

Liebe Freund*innen,
ein Bilder-Rückblick 2020, Ereignisse und Veranstaltungen, die wir im letzten Jahr zusammen vorbereitet und erlebt haben, die uns inspirieren und uns auf das Neue Jahr mit Vorfreude schauen lassen. Freundschaft, Solidarität und Fürsorge nehmen wir mit ins Jahr 2021.
Und wenn man so zurückschaut, haben wir wieder jede Menge veranstaltet! Auf den Bildern:
– Eröffnung der Ausstellung „Keine Zeit für Kunst“ in der Galerie Wedding mit der Marsa Band und das Moabit Mountain College Panel in der Galerie Wedding

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SILENCED CHOIRS / Bald sind wir aber Gesang! – Ein Hölderlin-Gastmahl mit den Literaturkollektiven »Unsichtbare Stadt / مدينة غير مرئية « und »Wiese! (Wie es ist) / مرج
Hausgästen des LCB sowie den Autor·innen Jean-René Lassalle, Monika Rinck und Ulf Stolterfoht: Musikalische Leitung: Kai-Uwe Jirka, Manuel Nickert und Friederike Stahmer
Szenische Einrichtung: Christian Filips

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– Tag der offenen Tür im Strandbad Tegelsee mit Sasha Waltz & Guests

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– zweite Ausgabe des MMC-Magazines als Poster Ausstellung in der Schaufenster im März 2020

– Die Präsentationen unseres Moabit Mountain College Magazines / Lesung und Diskussion mit Luise Meier

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– Lesung mit Julia Cimafiejeva und Alhierd Bacharevič

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– The Economy of Borders, We Lost Our Soft Soul by Crossing the Borders, Ausstellung auf der Fassade des Rathauses Tiergarten.

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… of bread, wine, cars, security and peace in Kunsthalle Wien (Alles für Alle! Poster der Neuen Nachbarschaft/Moabit)


– Unsere Gäste: Das Krisenbriefzentrum / @simonwahlers / in unserem Schaufenster

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– und viele Bilder unserer Kollektive: Solo Jazz / Deutschstammtisch, Samstage im Studio, Frühstück mit Mazen und Mittagessen mit Sabiha, Weihnachtsmann Aabbas und das Taem

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und Livestreams auf Rosa Kollektiv!

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Wir danken allen fürs Mitwirken und auf bald!

Unser Weihnachtsmann

Unser fleißiger Weihnachtsmann war unterwegs: 10 Stunden war er unterwegs zu rund 80 Kindern, von Moabit nach Spandau, Wedding, Wittenau, Marzahn, Schöneweide, Lichtenrade, Alt-Mariendorf, und Zehlendorf! Tage vorher schon war unser Weihnachtsteam schwer beschäftigt alle Geschenkwünsche zusammenzustellen, zu besorgen und einzupacken. Wir bedanken uns bei allen, die mitgewirkt haben und es ermöglicht haben! Wir bedanken uns beim Verein Schenk doch Mal ein Lächeln e.V. und allen die die Wunschbaum-Aktion unterstützt haben.

Wir wünschen allen erholsame Tage.
Unsere Räume in der Beusselstraße 26 bleiben weiterhin geschlossen. Einige der Veranstaltungen finden online statt. Bei Interesse meldet euch!

Literatur-Pop-Up-Store im Literaturforum im Brecht-Haus / 7. bis 11. Dezember 2020

Mit Literatur Gutes tun
Literatur-Pop-Up-Store im Literaturforum im Brecht-Haus

 

Wo? Chausseestraße 125, 10115 Berlin

Wann? 7. bis 11. Dezember 2020, 12:00 bis 18:30 Uhr

Das Kollektiv „Literatur für das, was passiert“ verfasst individuelle Wunschtexte und nimmt dafür Spenden für Menschen auf der Flucht entgegen. Das perfekte Weihnachtsgeschenk für die Lieben oder auch als Selbstgeschenk. Die Autor*innen sind mit Schreibmaschinen täglich von 12-18:30 Uhr im Literaturforum im Brecht-Haus und nehmen Textbestellungen aller Art entgegen. Wünscht Euch Gedichte über Hunde mit Autoimmunerkrankungen, Prosa für Rilke lesende Töchter oder Geschichten über Liebe in Zeiten der Klimakrise.

Bedingt durch das Corona-Virus werden in diesem Jahr die Wünsche primär per Telefon (030 28 28 042) oder Mail (pop-up-store@lfbrecht.de, ab 4. Dezember 2020) und nur in Ausnahmefällen persönlich entgegengenommen. Die fertigen Texte werden per Post zugestellt oder können vor Ort abgeholt werden. Sollten es die Maßnahmen im Dezember nicht zulassen, dass sich mehrere Autor*innen im Literaturforum aufhalten, werden diese mit ihren Schreibmaschinen an Satellitenstellen in Berlin ausgelagert.

Bereits 2019 wurde ein erster Pop-Up-Store im Literaturforum im Brecht-Haus ausgerichtet, im Zuge dessen 182 Texte verfasst und über 4.000 € und 1.000 CHF für die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl gesammelt werden konnte.

Als Autor*innen sind dieses Jahr mit dabei: Donat Blum, Christian Dittloff, Daniela Dröscher, Paula Fürstenberg, Anna Hetzer, Yael Inokai, Maruan Paschen, Caca Savic, Lea Schneider, Tillmann Severin, Lorena Simmel, Isabel Wanger und Ron Winkler.

Die eingenommenen Spenden werden aufgeteilt und gehen an:

die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen e.V. und die Neue Nachbarschaft / Moabit e.V.

Gespendet werden kann entweder in bar vor Ort bei der Abholung der Texte oder online per Überweisung. Die Mindestspende beträgt 15 Euro.
Schirmherr des Literatur-Pop-Up-Stores ist Dr. Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa in Berlin.

Für Ihren individuellen Pressetermin melden Sie sich bitte bei Lutz Klüppel unter klueppel@lfbrecht.de, Tel 030 27 59 47 25 oder Mobil 0163 1318388. Als Gesprächspartner*innen stehen Ihnen alle Autor*innen von „Literatur für das was passiert“ sowie Dr. Christian Hippe, Kommissarische Leitung Literaturforum im Brecht-Haus, zur Verfügung.

 


© Literatur für das, was passiert

 

Ich will eine Minister*in / Im Schaufenster der Neuen Nachbarschaft/Moabit

 

Neue Nachbarschaft/Moabit hat Post vom Krisenbriefzentrum bekommen und direkt in die Fenster gehängt: Das Krisenbriefzentrum bringt Kunst, Kritik und Protest in der Krise ins Briefformat und verschickt an alle interessierten Briefkästen – besonders gerne an große Fenster und öffentliche Flächen.“
@simonwahlers

Kunst- und Kulturförderung / Beratung / 8. Oktober

Donnerstag, 8. Oktober 2020, 11.00 – 18.00 Uhr
in den Räumen der Neuen Nachbarschaft/Moabit
Auf der Suche nach Fördermöglichkeiten für künstlerische oder regionalgeschichtliche Vorhaben im Jahr 2021?
Der Fachbereich Kunst, Kultur und Geschichte im Bezirk Mitte von Berlin schreibt aus: https://www.berlin.de/kunst-und-kultur-mitte/foerderung/
Deadline für die Einsendung: 11.11. bzw. 17.11.2020

Die Leiterin der Projektförderung im Fachbereich kommt am 8.10. in die Neue Nachbarschaft/Moabit und beantwortet gerne zwischen 11:00 und 18:00 Uhr eure Fragen zur Projektidee sowie zum Finanzierungsplan.

Gesprächsdauer: Max. 30 Minuten pro Projekt, max. 2 Personen gleichzeitig. Nur nach vorheriger Anmeldung unter diana.bach@ba-mitte.berlin.de > Mund-und-Nasen-Schutz mitbringen.

Strandbad Tegelsee / Tag der offenen Türe / 3. und 4. Oktober 2020

STRANDBAD TEGELSEE / Zentrum für Erholung und Kultur
Samstag, 3. Oktober und Sonntag, 4. Oktober jeweils von 11 bis 18 Uhr
Tanz-Performance von Sasha Waltz & Guests
Kooperation mit Schwimmabteilung TV Waidmannslust
Die neuen Betreiber laden alle interessierten Bürger*innen zu einem Wochenende der offenen Türe ins Strandbad Tegelsee.
Wir wollen uns vorstellen, mit den Leuten ins Gespräch kommen und zuhören. Unzählige Briefe und Mailanfragen haben uns in den letzten Wochen erreicht, ein phantastisches Feedback, was uns zeigt, dass sich die Leute über die bevorstehende Wiedereröffnung freuen.
Bis dahin muß aber noch eine Menge gebaut und umgestaltet werden. Wer also sich, seinen Verein oder seine Initiative mit einem Angebot einbringen möchte, das neue Programm des Strandbades zu gestalten, der ist herzlich eingeladen zu kommen. Und natürlich alle Neugierigen, die nach Jahren mal wieder einen Blick in ihr Strandbad werfen wollen.

Auch das erste kulturelle Highlight kann schon angekündigt werden:
An beiden Tagen jeweils um 16 Uhr gibt es einen Auftritt von Sasha Waltz & Guests im Strandbad. Eintritt kostenfrei.
Und die Schwimmabteilung des TV Waidmannslust wird sich vorstellen. Im Sommer wird es Schwimmkurse für Kinder, Jugendliche und Erwachsene im Strandbad geben.
Strandbad Tegelsee / Zentrum für Erholung und Kultur

Das Moabit Mountain College Panel in der Galerie Wedding / 23.09. – 26. 09.2020

„Moabit Mountain College Panel“ findet vom 23. bis zum 26. September auf dem Rathausvorplatz vor der Galerie Wedding statt.
Der offene Ansatz des Moabit Mountain College wird in verschiedenen Formaten wie Workshops, Lesungen, Vorträgen und Konzerten erlebbar gemacht.

Die Veranstaltungen finden im Rahmen der Ausstellung „Keine Zeit für Kunst“ in der Galerie Wedding (Müllerstraße 146/147).

eintritt frei

Mittwoch (23. September), 19 Uhr:

Wenn das Vermissen steigt, ist es wie eine Pandemie…
Eine Aktion der Literaturkollektive WIESE / Unsichtbare Stadt
Es lesen u.a. auf arabisch und deutsch aus ihren eigenen Arbeiten: Marwa Younes Almokbel, Sandra Burkhardt, Nebras Turkieh, Chris Verfuß u.a.

بي يعيش أسد „زو“ حزين
فينا التشوق فينا طاعن
فور غشّ، فور قنوط، دمار أو زيف دفين قفى لندن
فنٌ ما نعيش، أوان داسَ بفينتين فراغا
فن ما نعيش كريش نسور، فروا ليُبنى بلدٌ

(Jalal Alahmady)

Übersetzung:In mir trauert der Löwe Zoo.
Das Vermissen in uns, in uns erstochen
Bei Betrug, Zerstörung; tiefe Verfälschung im Arsch von London.
Kunst, was wir erleben. Eine Zeit mit zwei Weilen, ins Nichts getreten.
Kunst, die wir leben wie Adlerfedern; Pelz, um ein Land zu erbauen.Variation:
Noch immer trauert der Löwe im Zoo.
Wenn das Vermissen steigt, ist es wie eine Pandemie.
Von Falschheit betrogen, tragen sie London zu Grabe.
Kunst, die wir nicht leben. Zeit ohne Luftschlitze. Nicht
wie Adlerfedern geflohen, ein anderes Land zu errichten.(Arabischer Mantraprintemps nach Hölderlin, mit Material von Jalal Alahmady, Christian Filips und der Wiese).Es lesen u.a. auf arabisch und deutsch aus ihren eigenen Arbeiten: Marwa Younes Almokbel, Sandra Burkhardt, Nebras Turkieh, Chris Verfuß u.a.

 

Freitag (25. September)
12 Uhr  bis 17 Uhr

Büro für musikalisches Übermaß / Workshop
Ein Workshop mit Edoardo Micheli, Head of Sound Explorations (Moabit Mountain College)
Sie mögen Ihre Nationalhymne nicht mehr? Ist sie eigentlich schreckliche Marschmusik? Patriarchalisch? Nationalistisch? Kolonial?
Durch diesen praktischen Workshop bietet das „Büro für musikalisches Übermaß“ eine Überarbeitung der internationalen Musiklandschaft. Sie werden unterstützt bei der Umstrukturierung und Modernisierung Ihrer offiziellen Nationalhymnen oder bei der Erstellung neuer Anti-Nationalhymnen.

Edoardo Micheli ist Komponist, Performer und Musikpädagoge. Seine Werke beschäftigen sich häufig mit kulturellen Kontaminationen, Konflikten und dem transnationalen Austausch zwischen Kulturen. Darüber hinaus interessiert er sich für künstliche Intelligenzen und ihre Beziehung zur Natur, die Synthese von organischer und lebender Materie aber auch für Religion, Transzendenz und Rituale sowie für Prozesse, bei denen die Performer*innen und das Publikum an die Grenzen ihrer Hör- oder Aufführungsmöglichkeiten gedrängt werden.

Der Workshop findet in den Räumen der Galerie Wedding statt.
Teilnehmer*innenzahl begrenzt auf 5 Personen.
Sie können sich für Slots anmelden:

Fr, 25.09. von 12 bis 14 Uhr
Fr, 25.09. von 15 bis 17 Uhr

Anmeldung via Mail an post@galeriewedding.de

Freitag (25. September)
18 Uhr bis 19:30 Uhr

International Agency for Space Affairs (IASA)
Workshop mit Norbert Pape, Head of Dance, Mathematics and Sensuous Cognition (Moabit Mountain College)
Der Workshop findet auf dem Vorplatz der Galerie Wedding statt.
Wir befassen uns mit Choreographie als Organisation von Körpern in Raum und Zeit. Die gemeinsame Aufführung einfacher choreographischer Scores der 70er Jahre bis heute nehmen wir als Ausgangspunkt für eine Reflektion über Bewegung.

Norbert Pape arbeitet als Künstler in den Bereichen Tanz, Performance und Choreographie. Er untersucht das was Tanz kann (what dance can do) auf Bühnen, in Studios, Museen, Schulen, Wohnzimmern, Clubs und Kellern, oft in Zusammenarbeit mit anderen (zuletzt Antje Pfundtner, Mette Ingvartsen, Noé Soulier). Er hat sich mit Fragen der (alternativen) Bildung und Selbstorganisation (ID_Frankfurt, PAF) beschäftigt und erforscht, wie das durch den Tanz erworbene Wissen vermittelt und eingesetzt werden kann. Derzeit studiert er Mathematik.

Freitag (25. September)
20 Uhr – 22 Uhr

es spielen:
GetHighFiona
GetHighFiona ist ein elektronisches Künstler-/Produzententeam in Berlin. Biljana Pais, Gewinnerin des DJ-Wettbewerbs in Kantine am Berghain – Sängerin, Komponistin, Produzentin; Guido Hieronymus, Popol Vuh Mitglied – Soundtüftler, Programming-Pionier, Pianist, Komponist.
Animal Garden
Alex (Gesang, Gitarre), Robin (Gitarre, Bass, Backings), Lucian (Drums, Backings) und Lukas (Keys, Backings).
Fusion aus Folk Pop, Americana und Experimental Rock.


Samstag (26. September)
14 Uhr – 17 Uhr

Mein fantastischer Workshop! Mit MMC-Junior Kollektiv
Wir laden alle ein den Rathausvorplatz neben der Galerie Wedding zu verschönern: Erwachsene allen Alters und Kinder allen Alters.
Wir drucken mit 100 Linolplatten.
Technik wird beigebracht. Material ist vorhanden.

 

 

Samstag (26. September)
17 Uhr – 19 Uhr
Solidarity with Belarus / Diskussion der Ereignisse in Belarus
Mit: Razam e.V., Taras Siakerka, Marina Naprushkina und anderen.
Wir wollen einen tieferen Einblick in die Widerstandsbewegung geben.
Wir zeigen eigene Aufnahmen, erzählen und tauschen uns aus.

Die Veranstaltung ist für Besucher*innen offen und findet auf dem Rathausvorplatz neben der Galerie Wedding statt.
Die Veranstaltung findet in deutscher Sprache statt.

Nach der Fälschung der Wahlergebnisse durch die Regierung in Belarus hat die Protestbewegung der Bevölkerung alle Städte des Landes ergriffen. Schon heute kann man diese Proteste als eine der größten Widerstandsbewegungen in der europäischen Geschichte der letzten Jahrzehnte bezeichnen.

Samstag (26. September)
19 uhr – 22 Uhr
Jam Session mit Insi’Jam / ACO / Pesto 

am Session mit “إنسِجام” (musikalisches Kollektiv) und Freunden

Insi’Jam ist eine offene Gruppe von Musiker*innen und Musikliebhaber*innen mit unterschiedlichen musikalischen, ethnischen und sozialen Hintergründen.
In der wöchentlich stattfindenden Jamsession (am Moabit Mountain College) bietet Insi’Jam einen Raum mit einem kompletten Set-up von Instrumenten von der E-Gitarre bis zur Darbuka – offen für alle zum Spielen und Zuhören, ganz gleich, wie unterschiedlich die individuellen Interessen, Emotionen, Stile und Fähigkeiten sind, die geteilt werden. Beim Jammin‘, beim Organisieren externer Konzerte und beim Üben in einem neu gegründeten Bandprojekt lernen wir voneinander und teilen unser Wissen.

Art Critics Orchestra
Das ACO-Live-Repertoire aus eigenen Kompositionen und einer Sammlung von Artist-Songs, die speziell für ACO geschaffen wurden – einige davon als Lieder, manche als Ideen, viele nur als Konzept.
Micz Flor (Gitarre)
Andreas Schlaegel (Gesang, Schlagzeug)
Raimar Stange (Bass)

Pesto
Baris Numanoglu Vox/Git
Bert Splettstößer Git
Sasha Sgroi Perc.
Kiet Phung Bass
Tuan Tran Cl
Rumba, Flamenco, Türkisch Pop mit Jazz elementen.

Gefördert durch den Bezirkskulturfonds und in Kooperation mit dem Fachbereich Kunst, Kultur und Geschichte des Bezirksamts Mitte von Berlin.

Keine Zeit für Kunst / 10.09.2020 / Galerie Wedding

Keine Zeit für Kunst
Eröffnung am Donnerstag, 10.09.2020 von 19 bis 22 Uhr
Galerie Wedding – Raum für zeitgenössische Kunst
Eine Ausstellung mit Arbeiten von Marina Naprushkina & Moabit Mountain College
kuratiert von Nataša Ilić
11.09. bis 31.10.2020
Im Rahmen des Ausstellungsprogramms SoS (Soft Solidarity), konzipiert von Nataša Ilić und Solvej Helweg Ovesen
Küche: Mazen Alsawaf
Musik: Marsa Band: Anis (Gesang + Oud), Aladin (Gitarre + Geige), Majd (E-Bass), Rudy (Schlagzeug).
Eintritt frei

Keine Zeit für Kunst ist keine gewöhnliche Ausstellung, sondern vielmehr ein künstlerisches Statement von Marina Naprushkina und des Moabit Mountain College (MMC), das über die Arbeitsbedingungen in der Kunstwelt und darüber hinaus reflektiert.
Für Naprushkina und das Moabit Mountain College, welches auf der langjährigen Arbeit der Berliner Initiative Neue Nachbarschaft/Moabit aufbaut, bildet die Kunst eine Grundlage für alle anderen Disziplinen.

Mit einem interdisziplinären Ansatz und einer praxisorientierten Ausrichtung übernimmt das Moabit Mountain College die Galerie Wedding und verwandelt sie in einen Raum für gemeinsame künstlerische Praxis, der allen Menschen offen steht. MMC bringt professionelle Künstler*innen und Autodidakten zusammen, um die Praxis sozial engagierter und partizipatorischer Kunst für Menschen mit unterschiedlichem Bildungs- und kulturellen Hintergründen zu ermöglichen. In diesem Kontext erweitert und definiert die Ausstellung von Marina Naprushkina und dem Moabit Mountain College das Konzept der Sozialen Skulptur und die Tradition der sozial engagierten Kunst neu, welche herkömmliche Kunstinstitutionen und die üblichen Ausstellungsformate in Frage stellt.

Die Ausstellung umfasst Werke in verschiedenen Formaten, die sich mit Fragen der kollektiven Kreativität und der kritischen Auseinandersetzung mit den Begriffen Solidarität, Arbeit, Produktivität und sozialem Ungehorsam im Bereich der künstlerischen Produktion und in der Gesellschaft im Allgemeinen befassen.

Pressemitteilung / Vertragsabschluss Strandbad Tegelsee / Zentrum für Kultur und Erholung

Pressemitteilung: Vertragsabschluss Strandbad Tegelsee / Statements Marina Naprushkina

 

Das Gemeinnützige steht im Vordergrund

„Wir wollen allen Berlinerinnen und Berlinern ihr altes Strandbad Tegel wieder geben“, sagt Marina Naprushkina, Geschäftsführerin der neu gegründeten Strandbad Tegelsee gGmbH, die als gemeinnützige Gesellschaft das Strandbad betreiben wird. „Allerdings mit einem erweiterten Konzept, das mit Erholung und Kultur überschrieben ist. Wir werden kein teures Spaßbad sein, sondern das Gemeinnützige in den Vordergrund stellen.“

Gesellschafterin der neuen Betreibergesellschaft ist die Neue Nachbarschaft/Moabit e.V., eine der größten Nachbarschaftsinitiativen Berlins und für ihre Arbeit mehrfach ausgezeichnet.

„Wir bauen auch beim Strandbad Tegelsee auf nachbarschaftliche Netzwerke. Damit ermöglichen wir gerade den Menschen soziale Teilhabe, die sonst aufgrund mangelnder finanzieller Mittel oder ihres Flüchtlingsstatus leicht außen vor bleiben“, erklärt Naprushkina die Arbeit des Vereins. Im Mittelpunkt stehen dabei kulturelle und Bildungsangebote, die inzwischen seit mehr als einem halben Jahrzehnt von ehrenamtlichen Nachbarinnen und Nachbarn getragen werden.

Die Neue Nachbarschaft/Moabit ist einer der diversesten Orte Berlins. „Diesen Schatz, den wir aus dem Mitwirken der Vielen haben, aus dem Einfließen ihrer Kenntnisse, Erfahrungen und Persönlichkeiten, diesen Schatz wollen wir auf den neuen Ort übertragen, um neue Perspektiven in die tägliche Arbeit und die Gestaltung des neuen Ortes einfließen zu lassen.“

Das in Moabit erfolgreiche Konzept soll auch den Betrieb des Strandbads prägen. „Ein attraktiver Badebetrieb ist zentral. Aber wir wollen im Strandbad auch ein nachhaltiges Zentrum für Kultur und Erholung betreiben und planen viele kulturelle Inhalte“, erklärt Naprushkina.

Erholung in der Großstadt wird das große Thema der nächsten Jahre. Die Metropolen wachsen weiter ohne dass es eine Planung für qualitative Erholung gibt, die auch nachhaltig funktioniert.

Dazu kommt der Klimawandel. Er wird dazu beitragen, dass die Sommer in mitteleuropäischen Städten immer wieder auch von Hitzewellen geprägt sind.

Es braucht daher Orte als grüne Lungen mit Bademöglichkeiten, die ein Konzept für Sommer in der City darstellen. Diese Orte kann man nicht einfach so am Reißbrett entwerfen oder mit artifiziellen Konzepten überziehen. Es müssen Orte gesucht und gefunden werden,, die aus ihrer Lage und ihrer Möglichkeit für neue Nutzungskonzepte heraus behutsam konzeptionell entwickelt werden. „Deswegen haben wir uns Tegel ganz bewusst ausgesucht, da hier die Natur und der Standort schon viel vorgeben.“

Eintritt für Kinder kostenlos

Damit alle Berliner das neue Freibad nutzen können, sind günstige Eintrittspreise für Erwachsene und kostenloser Zugang für Kinder und Jugendliche geplant.

Auch soll es ein breites Angebot an kostenlosen Schwimmkursen geben, um soziale Teilhabe möglich zu machen und Baderisiken zu minimieren. Dazu kommen Freizeitangebote für Kinder und Jugendliche in den Sommerferien und Ballsportangebote wie Volleyball und Fußball auf der Wiese.

„Unser niederschwelliges Kulturprogramm setzt auf viele kleine Veranstaltungen. Die Berlinerinnen und Berliner sowie örtliche Initiativen werden wir über einen open call aufrufen, Programmpunkte vorzuschlagen. So soll die kulturelle und sportliche Breite des Bezirks abgebildet werden“, so Naprushkina weiter.

Badebetrieb startet im Mai 2021

Der Badebetrieb soll wie üblich von mindestens Mitte Mai bis mindestens Ende August stattfinden. Vorbehaltlich der noch ausstehenden behördlichen Genehmigungen und der witterungsabhängigen Erdarbeiten für die Neuverlegung der Abwasseranlage auf dem Gelände, ist die Eröffnung für die Sommersaison 2021 geplant. Die Strandbad Tegelsee gGmbH rechnet damit, dass etwa 40 Arbeitsplätze für Langzeitarbeitslose, Geflüchtete und geringqualifizierte Menschen entstehen.

Rein vegetarische Gastronomie

Die Gastronomie soll ganzjährig betrieben werden und sich als rein vegetarisches Restaurant einen Namen machen. „Wir lassen nicht einfach das Fleisch weg“, so Naprushkina, „Wir wollen mit Phantasie und wirklich frischen Produkten auch einen gesundheitlichen Akzent setzen. Vielleicht gelingt es uns über Tegel hinaus, ein gastronomisches Angebot zu etablieren, das geschätzt und frequentiert wird.“

Als nächsten Schritt wollen wir im September ein Wochenende mit öffentlichem Zutritt zum Strandbad veranstalten und mit allen Interessierten in einen Austausch treten. „Alle, die sich einbringen möchten sind aufgerufen, uns an diesem Wochenende zu besuchen und uns ihre Vorschläge zu unterbreiten“, sagt Naprushkina.

Тhe economy of borders / Ausstellung an der Fassade des Rathauses Tiergarten / 9. Juni, 17 Uhr

the economy of borders
we lost our soft soul, by crossing the borders

[please scroll down for english version]

Economy_of_border_rathaus_4.jpg

Ausstellung an der Fassade des Rathauses Tiergarten
Die Austellung wird mit einer Kundgebung und Asamblea eröffnet
9. Juni 2020, 17 Uhr, Mathilde-Jacob-Platz 1, 10551 Berlin

Liebe Freundin,
wir wollten Dich gerne einladen. Einladen, an einer Plakataktion teilzunehmen, die wir mit Künstlerinnen und Aktivistinnen durchführen an der Fassade des Rathauses Moabit, die wir mit großen Postern einkleiden.
Wir können zurzeit nicht wissen, welche Folgen der große „shut down“ haben wird, was aber vollkommen klar ist: Die Grenzen müssen wieder aufgehen. Grenzen auf für die Frauen! Unsere Mütter, Großmütter und Schwestern sollen über die Grenzen kommen können.
Gerade Frauen die von Krieg, Armut, Vertreibung und der nationalistischen Politik der Staaten am meisten betroffen sind, haben die geringsten Chancen sich über die Grenzen zu bewegen.
Wir wissen, dass die Grenzen der Ursprung des Krieges sind. Der Krieg ist der Treibstoff des Wohlstands. Frauen profitieren von diesem Wohlstand nur bedingt und nur, wenn sie sich der vorhandenen Ordnung unterordnen.
Wir sagen: Statt regressiver Narrative der Spaltung und Polarisierung – eine sozialpoitische Doktrin der Liebe zur Diversität und tiefes Verständnis der Solidarität!
Lasst uns gemeinsam beginnen!
Joulia Strauss und Marina Naprushkina

Teilnemende Aktivistinnen und Künstlerinnen: Raha Amiri (Moria), Evgenia Belorusets (Kyiv/Berlin), Uma Gаdzieva (Berlin), Nazgol Golmuradi (Athen), Vanessa Gravenor (Berlin), The House of Women for Empowerment & Emancipation (Athens), Nadira Husain (Berlin/Paris), Clara Stella Hüneke (Berlin), Sarah Kwasnicki (Berlin), Victoria Lomasko (Moskau), Eleonore de Montesquiou (Berlin/Tallinn), Zoë Claire Miller (Berlin), Lada Nakonechna (Kyiv), Marina Naprushkina (Berlin), Click Ngwere (Athen), Batoul Sedawi (Berlin), Florine Schüschke (Berlin), Nicola Schüschke (Berlin), Olia Sosnovskaya (Minsk/Wien), Gabriele Stötzer (Erfurt), Greta Cazzola (Berlin), Antigoni Tsagkaropoulou (Athen), Joulia Strauss (Athen/Berlin), Antigone Theodorou (Athen), Vera Varlamova (Berlin), Eirini Vlavianou (Athen/Rotterdam), WISH Women In Solidarity House (Lesbos), Liwaa Yazji (Berlin).
Organization: Marina Naprushkina und Joulia Strauss

Eröffnung: 9. Juni 2020, 17 Uhr
Kundgebung und Asamblea ab 17 Uhr
Mit Redebeiträgen von Kathleen Kunath (Begegnung in Falkensee) und Johanna Scherf (Aktivistin und Psychologin)

Ausstellungsdauer: 9. Juni 2020 – 10. Juli 2020

Die Ausstellung wird durch einen Online-Marathon begleitet: Über vier Wochen jeden Tag werden die Teilnehmenden Beiträge erstellen und über ihre Arbeit, die politische Lage und ihre Forderungen sprechen.
Mediale Partnerinnen: Avtonomi Akadimia (Athen), Neue Nachbarschaft/Moabit und Moabit Mountagn College (Berlin), The House of Women for Empowerment & Emancipation (Athen), Prostory (on literature, social criticism and modern art)

Das Programm „institutions extended“ wird finanziert über den „Netzwerkfonds – Zukunftsinitiative Stadtteil II (ZI II), Programm Soziale Stadt“. Ein Projekt im Rahmen des Programms Institutions Extended

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the economy of borders
we lost our soft soul, by crossing the borders

Exhibition on the facade of the City hall of Tiergarten
The exhibition will be accompanied by a demonstration and an assembly
June 9th, 2020, 5PM, Mathilde-Jacob-Platz 1, 10551 Berlin

Dear Friend,

We would like to invite you to participate in a poster campaign we are working on with artists and activists. We are dressing the facade of the Berlin Moabit Town Hall with large posters. At the moment we cannot know what the consequences of the big „shut down“ will be, but what we do know for sure is that the borders must open again. Open borders for women! Our mothers, grandmothers and sisters must be able to cross the borders.
The women who are most affected by war, poverty, displacement and the nationalist politics of states have the least chance of moving across borders.
We know that borders are the origin of war. War is the fuel of prosperity. Women only benefit from this prosperity to a limited extent and only if they submit to the existing order.
We say: Instead of regressive narratives of division and polarization – a socio-political doctrine of love for diversity and a deep understanding of solidarity!
Let’s start together!
Marina and Joulia

Participating artists and activists: Raha Amiri (Moria), Evgenia Belorusets (Kyiv/Berlin), Uma Gаdzieva (Berlin), Nazgol Golmuradi (Athens), Vanessa Gravenor (Berlin), The House of Women for Empowerment & Emancipation (Athens), Nadira Husain (Berlin/Paris), Clara Stella Hüneke (Berlin), Sarah Kwasnicki (Berlin), Victoria Lomasko (Moscow), Eleonore de Montesquiou (Berlin/Tallinn), Zoë Claire Miller (Berlin), Lada Nakonechna (Kyiv), Marina Naprushkina (Berlin), Click Ngwere (Athens), Batoul Sedawi (Berlin), Florine Schüschke (Berlin), Nicola Schüschke (Berlin), Olia Sosnovskaya (Minsk/Wien), Gabriele Stötzer (Erfurt), Grreta Cazzola (Berlin), Antigoni Tsagkaropoulou (Athens), Nicola Schüschke (Berlin), Joulia Strauss (Athens/Berlin), Antigone Theodorou (Athens), Vera Varlamova (Berlin), Eirini Vlavianou (Athens/Rotterdam), WISH Women In Solidarity House (Lesbos), Liwaa Yazji (Berlin).
Organisation: Marina Naprushkina und Joulia Strauss

Opening: June 9th, 2020, 5 PM
Demonstration and assembly from 5 PM on
Speeches by Kathleen Kunath (Begegnung in Falkensee) and Johanna Scherf (activist and psychologist)

Duration of the exhibition: June 9th – July 10th, 2020

The exhibition will be accompanied by a four week long online marathon. The participants will be making daily contributions referring to their work, the socio-political situation and their political demands.
Media partners: Avtonomi Akadimia (Athens), Neue Nachbarschaft/Moabit und Moabit Mountain College (Berlin), The House of Women for Empowerment & Emancipation (Athens), Prostory (on literature, social criticism and modern art)

The programm “Institutions Extended“ is supported by „Netzwerkfonds – Zukunftsinitiative Stadtteil II (ZI II), Programm Soziale Stadt“.
A project in the framework of the Programm “Institutions Extended“